1. Welche Aufgaben hat die Fachkraft für Arbeitssicherheit?

Die Fachkraft für Arbeitssicherheit unterstützt den Unternehmer bei der Wahrnehmung seiner Verantwortung für Sicherheit und Gesundheitsschutz seiner Mitarbeiter. So beschreibt das Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) die Funktion der Fachkräfte. Der Arbeitsschutz beschränkt sich jedoch nicht auf die Umsetzung von Einzelvorschriften im Unternehmen, sondern bezieht Sicherheit und Gesundheitsschutz der Beschäftigten als Beitrag zum Unternehmenserfolg in alle betrieblichen Tätigkeiten, Strukturen und Prozesse mit ein und ist Bestandteil von Unternehmensstrategien, Unternehmensführung und Unternehmensorganisation.

Die Fachkraft für Arbeitssicherheit setzt sich mit folgenden Fragen im Betrieb auseinander:

  • Wie können Arbeitsprozesse so gestaltet werden, dass die arbeitenden Menschen günstige Bedingungen vorfinden?
  • Was ist zu tun, damit die Gesundheit der Kolleginnen und Kollegen geschützt wird?
  • Wie müssen Maschinen, Anlagen und Geräte konstruiert sein, damit gefahrlos daran gearbeitet werden kann?
  • Wie können Arbeitsplätze und Arbeitsabläufe auch im Sinne des Arbeitsschutzes gestaltet werden?
  • Wie kann im Unternehmen der Stellenwert von Sicherheit und Gesundheitsschutz gestärkt werden?

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2. Welche Aufgaben hat der Sicherheitsbeauftragte?

Sicherheitsbeauftragte haben bei der Durchführung der Maßnahmen zur Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten eine unterstützende Aufgabe. Die Sicherheitsbeauftragten wirken in ehrenamtlicher Tätigkeit in ihrem jeweiligen Arbeitsbereich.

Der Sicherheitsbeauftragte wird innerhalb seines Beschäftigungsverhältnisses beobachtend und beratend als Hilfsperson des Unternehmers tätig, ohne Anweisungen geben oder korrigierende Maßnahmen ergreifen zu können oder auch nur im geringsten, was die Verantwortlichkeit betrifft, an die Stelle des Unternehmers zu rücken.

Im Regelfall hat der Arbeitgeber in Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten Sicherheitsbeauftragte zu bestellen. 

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3. Welche Erwartungen sind an den Sicherheitsbeauftragten zu stellen?

Der Sicherheitsbeauftragte setzt sich mit folgenden Aufgaben auseinander:

  • Unterstützung des Unternehmers
  • Aufdecken von Unfall- und Gesundheitsgefahren und Hinwirken auf deren Beseitigung
  • Unterbreitung von Verbesserungsvorschlägen
  • Ansprechpartner für Kollegen
  • Vermittler zwischen Kollegen und Vorgesetzten
  • Vorbild sein

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4. Tragen Sicherheitsbeauftragte Verantwortung?

„Der Sicherheitsbeauftragte wird innerhalb seines Beschäftigungsverhältnisses beobachtend und beratend als Hilfsperson des Unternehmers tätig, ohne Anweisungen geben oder korrigierende Maßnahmen ergreifen zu können oder auch nur im geringsten, was die Verantwortlichkeit betrifft, an die Stelle des Unternehmers zu rücken."

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5. Welche Pflichten haben Unternehmen im Arbeitsschutz?

Unternehmer tragen dort Verantwortung, wo sie Weisungen erteilen und Entscheidungen treffen. Die Verantwortung erstreckt sich auf die Gewährleistung von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz.

Unternehmer sollten den Arbeitsschutz zum selbstverständlichen Bestandteil der Organisation Ihres Unternehmens machen und unter Beteiligung der Beschäftigten die Arbeitsabläufe sicher und gesundheitsgerecht gestalten.

Zu den Grundpflichten der Unternehmer gehört es beispielsweise:

  • arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu verhüten,
  • den Arbeitsschutz bei allen Tätigkeiten und auf jeder Führungsebene zu organisieren, zu beachten und zu kontrollieren,
  • Mitarbeiter zu informieren und zu unterweisen,
  • bestehende Arbeitsbedingungen ständig zu verbessern,
  • erforderliche Mittel bereitzustellen,
  • die Mitwirkung der Beschäftigten sicherzustellen
  • Gefährdungsbeurteilung nach dem Arbeitsschutzgesetz und der Berufsgenossenschaftlichen Vorschrift A1

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