Coronavirus: Informationen für Unternehmen


Symptome

Der neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ist ein Virus, der zu möglichen Beschwerden wie Fieber, Schnupfen, Husten und Atembeschwerden führen kann.

Inkubationszeit

Die Zeit von der Ansteckung bis zum Krankheitsausbruch erstreckt sich auf einen Zeitraum von bis zu 14 Tagen. 

Krankheitsverlauf

Im Hinblick auf die Schwere der Erkrankung variiert diese von einem milden Verlauf bis hin zum Lungenversagen und Tod.

Risikogruppen

Für schwere Krankheitsverläufe sind ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen besonders gefährdet.

Therapie

Aktuell stehen keine Impfstoffe als auch keine spezifische Therapie zur Verfügung. Die Therapie ist ausschließlich auf die Linderung der Beschwerden ausgerichtet.

Hygienemaßnahmen / Vorbeugung einer Infektion

Um die Wahrscheinlichkeit einer Infektion zu senken, sind optimale Hygienemaßnahmen unabdingbar. Dazu gehören:

  • Gute Händehygiene (regelmäßiges Waschen der Hände mit Wasser und Seife, Händedesinfektion, Husten bzw. Niesen in die Ellenbeuge /ins Einmaltaschentuch, Hände von Schleimhäuten fernhalten)
  • Plätze mit großen Menschenansammlungen/ Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel in gefährdeten Gebieten meiden
  • Kein Händeschütteln zur Begrüßung oder zum Abschied
  • Abstand von mindestens einem Meter zu hustenden Personen
  • Nahrungsmittel vor Einnahme gut durcherhitzen
  • Mundschutz nur in besonderen Situationen

Risikogebiete

Aufgrund der dynamischen Entwicklung verweisen wir an dieser Stelle auf die Website des Robert Koch-Instituts, auf der die Risikogebiete der Situation angemessen jeden Tag neu bewertet und bei Bedarf angepasst werden:

zur Website des Robert Koch-Instituts >>

Testung auf Coronaviren

Für eine Testung auf Coronavirus in einem Verdachtsfall müssen folgende Punkte erfüllt sein:

  1. Personen mit Beschwerden wie Fieber, Husten etc. UND Kontakt zu einem bestätigten Coronavirus bis maximal 14 Tage vor Erkrankungsbeginn.

  2. Personen mit Beschwerden wie Fieber, Husten etc. UND Aufenthalt in einem der Risikogebiete

Eine ungezielte Testung von Personen mit Erkältungssymptomen, die oben genannten Kriterien nicht erfüllen, ist aktuell unnötig.

Die Patienten mit begründetem Infektionsverdacht sollten gemäß der in der Praxis üblichen Standards untersucht werden.

Ein Bluttest auf den Erreger ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich.

Übertragung durch Liferungen / Warensendungen

Aufgrund der bisher bekannten Übertragungswege und da der Virus nach derzeitigem Kenntnisstand nicht lang haltbar und auch nicht sehr leicht übertragbar ist, ist nach derzeitiger fachlicher Einschätzung ein Infektionsrisiko über Warensendungen aus China unwahrscheinlich.

Dennoch sollte auch hier auf Hygiene besonderer Wert gelegt werden und nach Möglichkeit Oberflächen gereinigt/desinfiziert werden.

Lebensmittel

Das Bundesinstitut für Risikobewertung geht aktuell davon aus, dass es für eine Übertragung durch Lebensmittel keine Belege gibt. Dennoch sollten im Umgang mit Lebensmitteln Hygieneregeln beachtet werden. Das Virus ist hitzeempfindlich.

Desinfektionsmittel

Alle Mittel mit dem Wirkungsbereich „begrenzt viruzid“, „begrenzt viruzid PLUS“ oder „viruzid“ können verwendet werden.

Dienstreisen

Dienstreisen sollten auf ein erforderliches Mindestmaß reduziert werden. Sind diese dennoch erforderlich, sollte der Mitarbeiter auf die Einhaltung der oben genannten Hygieneregeln hingewiesen werden.

Eine generelle Testung von aus dem Ausland wiederkehrenden Mitarbeitern auf Coronavirus, die die oben genannten Kriterien nicht erfüllen, ist zum derzeitigen Zeitpunkt nicht nötig.

Bei der Auswahl der Mitarbeiter sollten diejenigen von Dienstreisen ausgenommen werden, die Vorerkrankungen aufweisen.

Da hier jedoch keine Offenbarungspflicht gegenüber dem Arbeitgeber besteht, kann sich in diesen Fällen der Mitarbeiter an den Betriebsarzt wenden.

Da der Grippe- und Coronavirus ähnliche Symptome beim Menschen aufweisen, sollten Mitarbeiter, insbesondere im Zusammenhang mit Dienstreisen, eine Grippeimpfung durchführen lassen.

Nehmen Sie bei Fragen gerne Kontakt zu uns auf:

Arbeitsmedizinische Zentren Nordwest e.V.
E-Mail: amz-nordwest.de
Telefon 05921 7801-36

Arbeitsrechtliche Folgen

Einen Überblick über arbeitsvertragliche Folgen, wenn Arbeitnehmer wegen des Coronavirus nicht beschäftigt werden und über Auswirkungen auf Entsendungen von Arbeitnehmern in das Ausland, gibt das nachfolgende Informationsblatt der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). In diesem wird auch dargestellt, welche Vorbereitungshandlungen getroffen werden können, um innerbetriebliche Folgen möglichst einzugrenzen.

Informationsblatt BDA: Arbeitsrechtliche Folgen einer Pandemie - Hinweise für die Praxis